Heuschnupfen

Informationen für Betroffene und Interessierte

Ursachen und Entstehung

Warum ein Mensch im Laufe seines Lebens an einem Heuschnupfen erkrankt, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Als mögliche Faktoren, die bei der Krankheitsentstehung eine Rolle spielen könnten, gelten u. a. eine spezifische genetische Disposition, ein geringer Allergenkontakt in der frühen Kindheit aufgrund hoher Hygienestandards, veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie eine höhere Pollenkonzentration aufgrund veränderter Umweltgegebenheiten. Mediziner gehen davon aus, dass bei der Entstehung der allergischen Erkrankung nicht nur einer dieser Faktoren, sondern mehrere zum Tragen kommen. Heuschnupfen gilt demnach als multifaktoriell verursachte Krankheit.

Mechanismus der Heuschnupfenentstehung

Auch wenn sich die Frage, warum Menschen an Heuschnupfen erkranken, nicht abschließend beantworten lässt, ist der Entstehungsmechanismus, der der Erkrankung zugrunde liegt, vergleichsweise leicht zu erklären. Wenn ein Patient mit dem relevanten Allergen erstmalig in Berührung kommt, zeigt er noch keine typischen Heuschnupfen-Symptome. In dieser sog. Sensibilisierungsphase bereitet sich der Organismus jedoch auf einen weiteren Kontakt mit dem Allergen vor: Spezielle Zellen der weißen Blutkörperchen, die sog. B-Zellen, bilden Antikörper vom Typ Immunglobuline E (IgE), die an die Mastzellen – die „Allergiezellen“ – binden.

Immunreaktion bei erneutem Allergenkontakt

Bei einem erneuten Kontakt mit dem relevanten Allergen in der sog. Effektorphase kommt es dann zu der übersteigerten Immunreaktion: Die Allergene binden an die bereits an die Mastzellen gebundenen IgE-Antikörper. Durch die daraus entstehende Vernetzung werden Entzündungsmediatoren wie z. B. Histamin und Leukotrien aus den Mastzellen ausgeschüttet. Diese verursachen u. a. ein Anschwellen der Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum. Meist nimmt die Empfindlichkeit gegenüber den Heuschnupfen auslösenden Allergenen bei wiederholtem Kontakt zu.

Wann sind welche Pollen unterwegs?

Abhängig davon, zu welcher Jahreszeit sie durch die Luft fliegen, werden die unterschiedlichen Pollen in Früh- (Januar bis April), Mittel- (Mai bis August) und Spätblüher (September bis Oktober) unterschieden. Jede Pflanzenart hat ihre eigene Pollen-Hochsaison. Zuerst fangen die unterschiedlichen Baumarten an zu blühen, dann die Gräser und später die Kräuter. Anhand eines Pollenflugkalenders können Menschen, die vermuten, an Heuschnupfen erkrankt zu sein, überprüfen, welche Pollenart ggf. für ihre Beschwerden verantwortlich sein könnte. Dieser erste Blick in den Pollenflugkalender kann jedoch nicht die ausführliche Diagnosestellung des Allergologen ersetzen.

msf

multiplesklerose-aktuell.net bookmarken

Heuschnupfen-News von Curado.de

  • Gute Verdauung bei Babys auch für Allergieschutz wichtig
    Säuglingsnahrung sollte möglichst leicht verdaulich sein und Magen und Darm nicht belasten. Das ist für Babys Wohlbefinden wichtig, leistet aber auch einen Beitrag zur Allergieprävention. Denn wenn mit der Verdauung alles klappt, kann sich das darmeigene Immunsystem besser entwickeln und einen natürlichen Schutz vor Allergien aufbauen. So berichtet die Deutschen Haut- und Allergiehilfe e. V.
  • Tierhaltung trotz Allergie
    Wer Tierhaarallergiker ist, muss nicht zwingend auf sein Haustier verzichten. Mit ein paar Grundregeln lässt sich das Zusammenleben organisieren. Die fälschlicherweise als Tierhaarallergie bezeichnete Reaktion des Körpers ist eigentlich keine Überempfindlichkeit gegenüber den Tierhaaren.
  • Wenn Insekten/Spinnentiere stechen bzw. beißen
    Zu den Insekten bzw. Spinnentieren, von denen Menschen besonders häufig gestochen bzw. gebissen werden, zählen Bienen, Wespen, Ameisen, Mücken, Bremsen, Flöhe, Spinnen und Zecken. An der Biss- bzw. Einstichstelle zeigen sich häufig juckende, teils schmerzhafte und gerötete Schwellungen. Meist gehen die Beschwerden (ggf. nach Entfernen des Tieres) von selbst vorüber.